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Flavio, stellst Du dich kurz vor?
Meine Name ist Flavio Donzé. Ich arbeite bei henzler informatik gmbh als Softwareentwickler und programmiere im Moment hauptsächlich an der Version 4.0 von SCODi 4P.
Welche Ausbildung hast Du?
Ich verfüge über eine Ausbildung als Informatiker Richtung Software-Entwicklung und habe mich auf die Entwicklung mit der Programmiersprache JAVA und dem Eclipse Framework spezialisiert.
Seit Mitte 2007 arbeiten wir Entwickler von SCODi 4P alle von zuhause aus. Wie sieht dein Arbeitstag aus und welche Erfahrungen hast Du mit dieser Art zu arbeiten gemacht?
Mein Arbeitsalltag: Ich beginne morgens eher etwas später mit der Arbeit. Also meistens schaffe ich es auf die halb Neun.
Es ist natürlich sehr angenehm, weil ich nach dem Morgenessen nicht von Beckenried nach Luzern oder irgendwo hin fahren muss. Die Zeitersparnis kommt mir sehr entgegen und auch zu Hause essen zu können ist sehr angenehm.
Wir haben natürlich auch die ganze Infrastruktur zu Hause. Das heisst, dass ich abends länger arbeiten kann, wenn ich will, oder auch mal in die Nacht hinein, wenn es sein muss.
Wieviele Stunden arbeitest Du so im Durchschnitt pro Tag im Moment?
8 bis 11 Stunden, teilweise zwölf. Selten zwölf, aber das hat es auch schon gegeben.
Vermisst Du etwas bei dieser Art von arbeiten?
(lacht) Wir haben natürlich etwas wenig menschlichen Kontakt. Aber ich denke dadurch, dass wir viel intern miteinander telefonieren, hat man trotzdem das Gespräch miteinander und ist nicht ganz abgeschottet.
Aber es täte trotzdem manchmal gut eine Nase mehr zu sehen. (lacht) Aber nicht dass mich jetzt das stören würde.
Trefft ihr euch überhaupt?
Relativ selten. Immer wenn es nötig ist, treffen wir uns zu einer Sitzung bei Christian (Iten) in Dagmersellen. Das kommt so alle ein bis zwei Monate vor.
Und wie kommuniziert ihr sonst miteinander?
Übers Internet. Mit Skype und Netviewer. Mit Skype können wir Konferenzgespräche machen und mit Netviewer können wir uns gegenseitig unsere Bildschirme übertragen.
Du hast bis jetzt mit Abstand am meisten Programmcode für die Version 4 geschrieben. Wie kommt das?
(lacht) Ja, das liegt daran, dass Christian (Iten) mehr mit Kunden und kundenspezifischen Anpassungen und Supportfällen beschäftigt ist. Peter (Henzler) - also du (lacht) -
hat viel mit Bürosachen und mehr mit Planungen oder Evaluationen von Komponeten zu tun. Dadurch bin ich der einzige von uns Dreien, der fulltime am Programmieren ist.
Was sind in Deinen Augen die Highlights von dem, was Du bis jetzt in der Version 4 programmiert hast?
Sicher finde ich mal das GUI sehr schön. Und was ich jetzt erst kürzlich gemacht habe, ist das mit dem Workflow. Darauf bin ich auch sehr stolz.
Ja, das sind so meine Highlights.
Ach, und dann haben wir noch ein neues Datenmodell hinten dran. Da haben wir auch viel Zeit darin investiert. Das ist auch schön geworden. Aber ich denke der Endbenutzer bekommt von dem weniger mit als von Bereichen wie GUI und Workflow.
Welche Probleme hat es in der Entwicklung bis jetzt gegeben?
Ja, man stösst halt immer auf Probleme. Kommt darauf an wie gross ein solches Problem ist. Spezifische Probleme? Ich würde mal sagen, das mit den Transaktionen.
Das war ein grosse Hürde, an der wir lange hängen geblieben sind - und die wir jetzt zum Glück gemeistert haben! Sonst? Eben kleinere Probleme, die nicht weiter erwähnenswert sind.
Ah, was ich vielleicht noch sagen muss, wir brauchen viele neue Komponenten, die teilweise nicht "stable", also noch nicht einmal released sind.
Damit arbeiten wir auf dem neuesten Stand der Technologie. Das hat den Nachteil, dass wenig Dokumentation vorhanden ist und es zum Teil auch noch Fehler darin hat.
Solche Probleme sind bei der Entwicklung bis jetzt immer wieder aufgetreten.
Werden diese Fehler bis zum Release der Version behoben sein?
Jawohl. Definitiv! Ja! Viele der Komponenten sind in der Zwischenzeit released und die gemeldeten Fehler sind behoben.
Wenn Du an all das denkst, was bis Februar noch alles realisiert sein muss. Wie ist dir dabei zumute?
Hmmm. (Pause) Es wird terminlich sicher eng. Wir haben zumindest noch viel zu tun. Grundsätzlich habe ich ein gutes Gefühl und ich denke, dass wir das bis Ende Februar meistern.
Sonst schaffen wir halt eben zwölf Stunden täglich. (lacht)
Wie würdest Du unseren Kunden die Vorzüge von SCODi 4P Version 4 gegenüber Version 3 beschreiben?
Ein Vorzug ist sicher das ganze GUI, das einfacher geworden ist und ein schnelleres Arbeiten erlaubt. Zum Beispiel haben wir grossen Wert darauf gelegt,
dass man viel nur mit der Tastatur machen kann und nicht extra auf die Maus wechseln muss.
Es ist alles schneller geworden. Und schlussendlich auch stabiler, eben durch so Sachen wie Transaktions-Handling.
Das Gesamtbild von Scodi ist ein schöners und ein flüssigeres - es ist einfach ein angenehmeres Arbeiten möglich.
Worauf freust Du dich am meisten, wenn Du an den Release von Version 4 denkst?
(überlegt kurz) Ja, das ist, wenn wir das 'Vieri' draussen haben, auch für mich persönlich ein Erfolg. Da haben wir jetzt 's Härzbluet seit ein paar Jahren - oder besser seit wir von der Version 4 reden - reingesteckt.
Für mich persönlich ist es auch ein Meilenstein in meinem Leben. Und dann freue ich mich darauf, dass wir nachher einen Scodi Release Version 4 haben, der alles übertrifft, was von Scodi bis jetzt existiert hat.
Und was kommt nach dem Release der Version 4, wenn man schon mal soweit schauen will?
Natürlich kann man auf Scodi durch das flexible Framework vieles aufbauen. Es gibt auch Sachen, die wir nicht eingeplant haben und die nach der Version 4 gebaut werden.
Und dann gibt es da dann noch ein grösseres Projekt mit einem unserer Kunden, das auf Version 4 aufbauen wird.
Also die Arbeit geht Dir nicht aus?
Nein, die Arbeit geht mir nicht aus. Ist mir auch nie ausgegangen seit ich an Scodi programmiere! (lacht)
Flavio, vielen Dank für Deine Ausführungen.
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